6.Schritt

Der erste Kontakt

Nachdem Sie sich nun volle 7 Wochen darauf vorbereitet haben, ist der große Moment gekommen: Sie beenden die selbstauferlegte Kontaktsperre.

 

Die Art der Kontaktaufnahme ist hier von elementarer Bedeutung, da Ihrem Expartner gleich bei diesem ersten Kontakt unbedingt klar werden muss, dass mit Ihnen eine Veränderung vor sich gegangen ist. Aus diesem Grund bin ich gegen den, in einschlägiger Literatur oft favorisierten, Brief. Nachrichten per Email oder SMS scheiden sowieso aus, da dies viel zu unpersönlich ist. Für eine direkte Konfrontation, sprich ein Treffen, ist es noch zu früh, da Sie Gelegenheit haben sollten, die Lage rational und objektiv einzuschätzen.

 

Bewährt hat sich hier das Telefongespräch.

 

Bevor Sie anrufen, sollten Sie sich darüber klar werden, was Sie mit diesem Gespräch erreichen wollen und vor allem, WIE Sie es erreichen wollen.

 

-        Machen Sie sich bitte selbst klar, dass es bei dieser ersten Kontaktaufnahme noch nicht darum geht, Ihren Expartner zurück zu gewinnen, sondern nur ein Treffen mit ihm zu vereinbaren.

 

-        Der Expartner soll in diesem Gespräch weder merken, dass Sie ihn zurück gewinnen wollen noch darf er irgendeine Form von Abhängigkeit Ihrerseits spüren. Geben Sie sich deshalb, betont, unverbindlich. Mit Ihrem neu gewonnen Selbstvertrauen sollte es Ihnen nicht schwer fallen, einen freundschaftlichen Ton anzuschlagen.

 

-        Fragen Sie, wie es ihm in den letzten Wochen ergangen ist und, ob es ihm gut geht.

-> Auf diese Frage wird mit großer Wahrscheinlichkeit die Rückfrage kommen, wie es Ihnen selbst geht. Erzählen Sie von sich, was Sie unternommen haben und, dass es Ihnen ganz gut geht.

 

-        Versuchen Sie, eine vertrauliche Basis zu finden, z. B. das Gespräch auf gemeinsame Hobbys oder ähnliches zu lenken, um dann ganz unverbindlich nach einem Treffen zu fragen.

 

-        Auf den Einwand, der jetzt oft kommt, sollten Sie vorbereitet sein: „…ich glaube nicht, dass das gut wäre, du bist noch nicht soweit…“ Reagieren Sie jetzt bloß nicht panisch, sondern machen Sie ihm klar, dass Sie ihn zwar gerne haben, aber nicht mehr zwangsläufig brauchen und Ihr Leben, auch ohne ihn, ganz gut im Griff haben. Hier haben Sie nun auch Gelegenheit, den Trumpf auszuspielen, den Sie sich selbst in die Hand gegeben haben, indem Sie neue Menschen kennen gelernt haben. Das signalisiert Unabhängigkeit und nimmt dem Partner die Angst, dass Sie in alte Verhaltensmuster zurückfallen könnten.

 

-        Auch, ein Vorwand, wie zum Beispiel ein Buch oder ähnliches, das man noch beim Expartner hat, ist jetzt erlaubt.

 

-        Verabreden Sie sich nicht zu kurzfristig, damit er nicht merkt, wie wichtig Ihnen dieses Treffen wirklich ist. Geben Sie sich möglichst gelassen und tun Sie so, als wäre Ihnen die Idee mit dem Treffen gerade erst gekommen, Sie sich aber nicht kurzfristig freimachen können.

 

-        Wenn das alles nichts hilft und Ihr Expartner immer noch nicht bereit ist, sich mit Ihnen zu treffen, belassen Sie es erst einmal dabei und akzeptieren Sie seinen Wunsch. Er ist dann noch nicht soweit. Seien Sie auf keinen Fall beleidigt oder gekränkt und versuchen Sie nicht, mit ihm zu diskutieren. Wechseln Sie wieder auf ein unverfängliches Thema und lassen Sie sich Ihre Enttäuschung nicht anmerken. Sie versuchen es dann eben in 14 Tagen noch einmal. Oft ist es aber dann auch so, dass der Expartner sich, von sich aus, bei Ihnen meldet, da er die Veränderung schon deutlich gespürt hat. Das hat er aber für sich erst einmal „sacken lassen“ müssen, denn er wird in den letzten 7 Wochen nicht so intensiv an sich und der Beziehung gearbeitet haben wie Sie. Das ist Ihr großer Vorteil.

 

-        Wenn aber alles nach Plan läuft und davon gehe ich aus, dann haben Sie den ersten großen Schritt geschafft: -> ein Date mit dem Ex!

 

 

 

weiter mit Schritt 7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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